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Aktuelles

Freitag, 10.10.2014 Danke für die Spendenaktion

Nach 2 Jahren durfte ich endlich erfahren, wer mein Spender ist.
Ich möchte nur soviel sagen, es ist ein junger Mann, 27 Jahre und wohnt in Konstanz.
Es ist für mich ein wunderbarer Tag, endlich persönlich Danke sagen zu können, dem Spender,der mir das Leben gerettet hat.
Ob er zur Spendenaktion da war oder nicht ist unerheblich.
Für mich ist der 15.07.12 ein Tag. der bestimmt in die Crottendorfer Geschichte eingeht.
Schon aus der Tatsache. dass mit dieser Aktion schon vielen Menschen geholfen werden konnte. Wenn von den über Tausend Spendern auch nur einer gepasst hätte, wäre das der Mühe wert gewesen. Aber mir ist von 15 Sportfreunden  mitgeteilt worden, die ich persönlich kenne, dass ihre Stammzellen oder Knochenmark gebraucht wurden. Da gibt es bestimmt noch einige, die ich nicht kenne.
Die Aktion  „Für Mirko und ANDERE“ hat das gebracht, was ihr Slogan aussprach!
Für uns, die auf diese Lebensspende angewiesen sind, ist es ein wunderbares Gefühl, wenn die Ärzte ans Bett kommen und mitteilen, dass ein passender Spender gefunden wurde. Das Gefühl, das Leben ist vielleicht doch noch nicht zu Ende, kann man nicht beschreiben. Man klammert sich an jede Hoffnung und die Gefühle fahren Achterbahn!
Ich möchte mich darum immer wieder bei jedem bedanken, der an diesem Tag dabei war.

Herzliche Grüße Mirko Pöschl

Samstag, 06.09.2014 Bericht von Mirko

Was bewegte mich nach der Diagnose Krebs?

November 2009

Was ist nur mit mir los? Ich habe zu nichts mehr Lust. Bin fast immer erschöpft. Das was ich eigentlich sehr gerne mache, Fußballtrainer, ödet mich an. Jeden Tag auf Arbeit zu gehen ist eine Qual. Ich nehme mir jetzt erst mal eine Pause, gehe nur auf Arbeit und lasse das andere alles sein.

März 2010
Fühle mich eigentlich gut. Habe sogar wieder Elan zum Fußball. Nur diese leichten Bauchschmerzen nerven.

April 2010
Bin nun endlich mal zum Doktor gegangen wegen den Bauchschmerzen. Habe Tabletten bekommen, helfen aber nicht wirklich.

Ende Mai 2010
Gehe heute wieder zum Arzt. Muss zu einem anderen, da mein Hausarzt im Urlaub ist.
Der neue Arzt nimmt Blut und bestellt mich am Abend zum Ultraschall. Warum?  -Keine Ahnung.
Muss ins Krankenhaus nach Annaberg zu weiteren Untersuchungen.

Anfang Juni 2010
Im Krankenhaus wurde wieder Blut genommen und ich musste ins CT. Am Nachmittag wurde mir gesagt, dass ein Arzt von der Hämatologie ein Gespräch mit mir führen wird.
Ich konnte zu diesem Zeitpunkt mit diesem Wort „Hämatologie“ noch nichts anfangen.
Der Arzt begann das Gespräch, redete und redete bis mir nach einiger Zeit der Kopf weh tat und ich ihn fragte um was es überhaupt geht? Da sagte er ganz trocken es handelt sich wahrscheinlich um Krebs.
Was in diesem Augenblick in mir los war, kann man schlecht beschreiben. Die erste Frage war, wie lange habe ich noch? Darauf gab es und wird es keine Antwort geben.
Es begannen viele Untersuchungen um heraus zu finden, ob und welche Art von Krebs ich habe.

Diagnose: Mantelzell – Lymphom Stadium 4, das letzte Stadium bei dieser Krankheit!
Schock!!!!!!

Die Tage vergingen und das gute war, dass ich durch viele Besuche auf andere Gedanken kam. Der Besuch von der Patentante meiner kleinen Tochter sollte sehr einschneidend werden.
Am Ende des Besuchs sagte sie, ich sollte in der Bibel Psalm 116 lesen. Den hätte sie heute früh so einfach aufgeschlagen.
Als sie gegangen ist, habe ich sofort die Bibel aufgeschlagen und gelesen.
1 „Ich liebe den Herrn, denn er hat mich erhört, als ich zu ihm um Hilfe schrie.“
2 „Ja er hat sich zu mir herabgeneigt; mein Leben lang will ich zu ihm rufen“
3 „Ich war schon gefangen in den Klauen des Todes. Angst vor dem Grab überfiel mich, ich war völlig verzweifelt“.
Ich war völlig sprachlos. Wie es in den ersten 3 Versen steht. Genauso geht es mir. Ich stehe am Abgrund, sehe nur noch ein tiefes dunkles Loch. Wie geht es weiter? Geht es überhaupt weiter?
Auch ich betete sehr viel und immer das gleiche. „Bitte hilf mir“! Im Vers 4 steht:
4 „ Da schrie ich laut zum Herrn, ich flehte ihn an. O Herr rette mein Leben“.

15.Juni 2010
Im Annaberger Krankenhaus konnte mir nicht weiter geholfen werden. Ich wurde von dort nach Chemnitz ins Küchwald Klinikum verlegt.

Wie war mir da zumute?! Ich bin ganz ehrlich, ICH HATTE ANGST. Ich war froh, dass ich nicht alleine war und meine Frau mich begleitete.

Das Haus 37 sollte für die nächsten Jahre mein zweites zu Hause werden.

Auf der Station angekommen, wurde uns erstmal erklärt um was es sich für eine Krebsart handelt. Uns wurde von Anfang an gesagt, man kann etwas machen, dass es aber nicht heilbar ist. Es werden immer nur die Lebensmonate, Jahre verlängert.
Wie lange das hält, konnte mir niemand sagen. Trotz dieser ernsten Worte, war ich etwas beruhigt. Man konnte etwas machen und ich fühlte mich in gute Hände gegeben.
Wie im Psalm 116 den Versen 5-9 geschrieben steht.
5 „Wie gnädig ist der Herr! Was er verspricht, das hält er auch. Unser Gott ist voll Erbarmen“.
6 „Er beschützt alle die sich selbst nicht helfen können. Ich war in großer Gefahr, doch der Herr hat mir heraus geholfen.“.
7 „Nun sage ich mir: Werde wieder ruhig! Der Herr hat dir Gutes erwiesen“!
8 „Ja er hat mich vor den sicheren Tod errettet. Meine Tränen hat er getrocknet. Und mich vor dem Untergang bewahrt“.
9 „Ich darf am Leben bleiben, in seiner Nähe“.

Meine Therapie sah wie folgt aus:
4 Monate lang bekomme ich in bestimmten Abständen eine Chemotherapie. Der Rhythmus bestand aus einer Woche Chemo, eine Woche Bluttief (wegen schlechter Werte auf dem Zimmer bleiben) einen Woche Erholung. Im November 2010 war das geschafft.
Dann wurden mir die eigenen Stammzellen entnommen gereinigt und eingefroren.
Am 07.12.10 wurde ich nach Dresden verlegt zur Ganzkörperbestrahlung. Die wurde mir 6 mal verabreicht.
Am 10.12. ging es wieder nach Chemnitz. Dort bekam ich die Hochdosis Chemo um alle bösartigen Tumore zu vernichten. Dadurch wurden meine ganzen Blutwerte auf Null heruntergefahren. Am 15.12.10 wurden mir meine eigenen Stammzellen transplantiert.
Dann kam die Zeit des Wartens, isoliert, hohes Fieber und die Ungewissheit, ob überhaupt alles funktioniert, wie vorgesehen, auch für die Ärzte jedes mal eine Herausforderung.
Am 27.12. stiegen die Werte, und am 31.12.10 wurde ich entlassen. Nach 3 Wochen Isolation war es endlich geschafft.
Psalm 118 Vers 1
„Dankt dem Herrn, den er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf.

Die gesamte Therapie dauerte ein halbes Jahr.
In dieser Zeit gab es sehr viele Tiefs, wo ich es auch manchmal total satt hatte. Dazu wurde ich auch menschlich enttäuscht.
Aber was mir immer wieder Beine gemacht hatte, der unerschütterliche Zusammenhalt mit meiner Frau und meinen 3 Kindern. Dazu der feste Glaube an unseren Herrn.
Psalm 116 Vers 10 und 11
10 „mein Vertrauen zu ihm blieb unerschüttert, auch als ich zugeben musste: Jetzt weiß ich nicht mehr aus noch ein“!
11 „auch als ich bestürzt ausrief: Keinem Menschen kann man Vertrauen“.

Durch Gottes Gnade war der Krebs besiegt.
Psalm 116 Vers 12
„Wie soll ich dem Herrn nur danken für all das gute, das er mir getan hat“.

Durch seiner Gnade durfte ich 2010 die Einschulung meiner kleinen Tochter sowie 2011 die Silberhochzeit mit meiner Frau und die Konfirmation meiner großen Tochter feiern.
Dazu fällt mir nur eines ein:
Psalm 117
1 „Lobt den Herrn, aller Völker; preist ihn alle Nationen“.
2 „Denn seine Liebe zu uns ist stark und mächtig, und seine treue hört niemals auf“.

Das Jahr 2012 begann nicht so gut. Nach einer schweren Krankheit verstarb im März mein Vater.

Mir ging es gut. Musste jeden Monat einmal zur Kontrolle, wie auch am 15 Mai 2012. Der Arzt war mit den Werten zufrieden.

Am 18.Mai, zu meinen Geburtstag hatte ich plötzlich starke Rückenschmerzen. Nach einer Woche lies ich mich wegen den starken Schmerzen ins Krankenhaus nach Annaberg einweisen. Dort bekam ich eine Schmerzinfusion und es wurde einigermaßen erträglich. Ich erzählte ihnen von der Transplantation, da wurden sie schon stutzig. Am kommenden Tag musste ich ins MRT, Diagnose KREBS, Rückfall. Diesmal hat er sich im Rückenmark angesiedelt.

Meine eine erste Frage war, „warum Herr, ich schon wieder“?! Ich habe diesmal ganz schön mit Gott geschimpft. Ich konnte es einfach nicht verstehen.
Nach einiger Zeit fiel mir das erste Gespräch mit dem Arzt in Chemnitz ein.
„Sie können etwas machen, wissen aber nicht wie lange das hält“.

Ich hatte diesmal viel mehr Angst als beim ersten mal. Auch fragte ich mich, wenn man an Jesus fest glaubt, darf man da Angst haben? Die Antwort gab mir Herr Jesus Christus über Frau Lotte Bormuth. Sie hielt eine Andacht in unsrer Kirche. Ich sprach sie nach der Andacht wegen der Angst darauf an. Sie antwortete: „Denke an Jesus Christus wie es ihm im Garten Gethsemane ergangen ist“. Diese Worte haben mich beruhigt! (Lukas 22 / 39-46)

Im Garten Gethsemane
39 Nach dem Festmahl verließ Jesus die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg hinaus. Seine Jünger begleiteten ihn.
40 Dort angekommen sagte er zu ihnen: »Betet darum, dass ihr der kommenden Versuchung widerstehen könnt!
41 Nicht weit von seinen Jüngern entfernt kniete Jesus nieder
42 und betete: »Vater, wenn es möglich ist, bewahre mich vor diesem Leiden Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.«
43 Da erschien ein Engel vom Himmel und gab ihm neue Kraft.
44 Jesus litt Todesängste und betete so eindringlich, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte.
45 Als er dann zu seinen Jüngern zurückkehrte, schliefen sie, erschöpft von ihren Sorgen und ihrer Trauer.
46 Jesus rüttelte sie wach: »Wie könnt ihr jetzt nur schlafen! Steht auf und betet, damit ihr der Versuchung widersteht!«

Ich wurde wieder nach Chemnitz verlegt, wo die Chemotherapie gleich begann.
Ich betete wieder sehr viel, vor allem „Herr bitte hilf mir“. Stellte aber auch immer wieder die Frage „WARUM“?
Um wieder Kraft zu finden, las ich sehr viel in der Bibel, was mir wieder sehr geholfen hatte.
Aber auch ein Gedicht hat mich durch die schweren Stunden begleitet.

Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn,
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinen Leben.
Und jedes mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war,
blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meine Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn;
„Herr als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte“

Da antwortete er:
„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen“.

Gerade über die Frage: Besorgt fragte ich den Herrn…….
und die  Antwort: DORT WO DU NUR EINE SPUR GESEHEN HAST; DA HABE ICH DICH GETRAGEN
musste ich sehr oft weinen.

Trotz allem schlug keine Chemo an.
Die Ärzte wussten nicht weiter. Meine Stationsärztin setzte sich mit Kliniken im Ausland in Verbindung. Sie gaben ihr einen Ratschlag, mit dem Hinweis, sie können nicht sagen was passiert, da es noch nicht ausprobiert wurde. Der Versuch war es wert und nach einer Woche musste ich zur Kontrolle ins MRT. Die MRT Ärztin kam nach der Auswertung gleich zu mir und hob den Daumen,  die Therapie hat angeschlagen.
Als meine behandelnde Ärztin den Bericht las, jubelte sie wie im Fußballstadion. Jetzt konnten wir den nächsten Schritt wagen, den Krebs bekämpfen.
Und wieder hat der Herr gezeigt in welchen guten Händen er mich gegeben hat.

Der zweite wichtige Schritt war einen passenden Spender zu finden.

Ein Sportfreund besuchte mich im Krankenhaus. Er fragte mich, was ich davon halten würde eine DKMS Spendenaktion ins Leben zu rufen. Ich war natürlich einverstanden.
Was er in 3 Wochen mit Freunden und Bekannten auf die Beine stellte, ist und war unbeschreiblich.
Die Aktion fand am 15.07.12 auf dem Crottendorfer Sportplatz statt. Das Motto lautete „Blutspende für Mirko und andere“.
Es wurde ein Ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Dazu gab es noch viele Veranstaltungen, um viele Leute anzulocken. Wie viele Helfer da mit gemacht hatten, war einfach super. Man hatte das Gefühl, das ganze Dorf war dabei. Über 1100 Spender ließen sich typisieren.
Das schönste für mich an diesem Tag war, dass ich aus dem Krankenhaus nach Hause durfte und den Gottesdienst mit feiern konnte.
Ich erzählte von meiner Krankheit und vor allem wie unser Herr meiner Familie und mir in dieser schweren Zeit geholfen hat. Ich konnte da mein Versprechen einlösen das ich unsern Herrn gegeben hatte.
Psalm 116 Vers 14-17
14 „So will ich vor Gottes Volk erfüllen, was ich dem Herrn versprochen habe“.
15 „Der Herr bewahrt alle, die ihn lieben, denn in seinen Augen ist ihr Leben wertvoll“.
16 „Gott,du bist mein Herr, und ich diene dir, wie es schon meine Mutter tat. Du hast mich den Klauen des Todes entrissen“.
17 „DESHALB WILL ICH DIR EIN DANKOPFER BRINGEN; LAUT WILL ICH BEKENNEN, DAS DU MEIN HERR BIST“.

Für mich wurden drei passende Spender gefunden. Das zeigt mir, wie wunderbar und gnädig der Herr ist. Auch verbinde ich diese Zahl mit dem Dreieinigen Gott, Vater, Sohn und der heilige Geist.

Aus der DKMS – Aktion wurden schon mehr als 10 Krebskranken Menschen geholfen.
Zeigt das nicht auch dass da unser Herr am Wirken ist?

Am 18.09.15 sind 2 Jahre geschafft. Ich hoffe, dann meinen Spender kennenlernen zu dürfen.

In den letzten 4 Jahren habe ich viele Menschen kennen gelernt. Menschen, durch die unser Herr mir Mut gegeben hat, in schweren Stunden zu mir gesprochen hat, die für mich gebetet haben.

Was die Ärzte, Schwestern und Pfleger leisten, muss man nur mit Hochachtung betrachten. Sie erleben trotz ihrer sehr guten Arbeit immer wieder Rückschläge.
Danke Herr, dass du uns solche Menschen an die Seite stellst.

„Danke Herr Jesus für deine Gnade , deiner Güte und deiner Treue“.
„Amen“

Mirko Pöschl

Montag, 15.07.2013
Kurzer Bericht von Mirko ein Jahr nach dem Aktionstag “Gemeinsam für Mirko und andere”

Liebe Helfer,
heute vor einem Jahr habt ihr etwas Wunderbares geschafft, um schwerkranken Menschen zu helfen.
Die Spendenaktion “Gemeinsam für Mirko und Andere” am Sonntag den 15.07.12  war und ist weiterhin ein voller Erfolg.
Einen ganz besonderen Dank auch für die Unterstüzung meiner Familie.
Erst vor kurzer Zeit sprach mich ein Sportfreund aus Neudorf an, dass er in Dresden passende Stammzellen für ein Kind gespendet hatte. Auch zu meiner letzten Untersuchung in Dresden traf ich einen Crottendorfer Sportsfreund, der passendes Knochenmark hat und für den 22.07.13 seinen Spendetermin erhielt. So viel ich weiß, wäre das Spender vier und fünf, der aus dieser Aktion hervor geht. Dadurch werden hoffentlich fünf Leben gerettet, das kann man mit nichts aufwiegen.
Für mich als Betroffenen gab es in diesem Jahr sehr viele schöne aber auch einige schwere Tage. Das wichtigste ist aber, für jeden Tag dankbar zu sein, den man mit seiner Familie verbringen darf. Ohne die neuen Stammzellen wäre das alles nicht mehr möglich gewesen.
Ich möchte mich bei Euch allen für diesen wunderbaren Tag und EURE Hilfe bedanken, den Ihr durch euren Einsatz erbracht habt. Ich hoffe auch im nächsten Jahr wieder schreiben zu können, das wird auch geschehen!Hochachtungsvoll Mirko Pöschl
Sonntag, 18.11.2012
Kurzer Bericht über die letzten Wochen geschrieben von Mirko:

Hallo Leute,

in den letzten Tagen wurde ich von vielen Menschen über Mail oder Facebook gefragt, wie es mir geht bzw. was ich vor oder nach der Transplantation erlebt habe.
Ich bin eigentlich nicht der Typ, der gerne im Mittelpunkt steht, aber was meiner Familie und mir nach der Spendenaktion an 15.07.12 an Hilfe und Unterstützung entgegenkam, ist einfach unbeschreiblich!
Nach meiner Transplantation mit eigenen Stammzellen im Dez. 2010 kam es im Mai 2012 zu einem Rückfall und es wurde eine Stammzelltransplantation mit fremden Stammzellen notwendig. Mir wurde mitgeteilt, das es diesmal sehr kompliziert sei und die Heilungschancen sehr gering sind. Zuvor mussten die befallenen Stellen soweit wie möglich von den Krebszellen befreit werden. An mir wurde eine neue Chemo aus Amerika ausprobiert und zur Überraschung aller war sie erfolgreich, was keiner so richtig für möglich gehalten hatte. Das war für mich das erste Wunder, das Jesus an mir vollbracht hatte. Als die Ärztin sagte, das es gut angeschlagen hatte, habe ich nur noch geheult. Da ist es einem das tagelange Erbrechen egal.
Am 11.09. ging es nach Dresden. Ehe es zur Transplantation kommt, erhält man eine starke Chemo, womit das eigene Immunsystem zerstört wird. Die habe ich gut vertragen. Am 18.09. war es soweit, der Tag der neuen Stammzellen. Ich war sehr aufgeregt. Das war wie eine Bluttransfusion, die  45 min dauerte. In der ersten Woche ging es mir gut, aber in der zweiten Woche kamen die Nebenwirkungen. Übelkeit, Erbrechen, die Mundschleimhaut war offen, alles war vereitert. Das einzige was man da nur will, RUHE!!! Nach 4 Wochen hatte ich es geschafft und konnte am 08.10. nach Hause. Dass ich nach 3 Tagen wieder ins Krankenhaus musste wegen Verdacht auf Abstoßung, war schon nervenaufreibend.
Heute ist der Tag 58 nach der Transplantation. Die Ärzte und ich sind zufrieden, habe zwar viele Einschränkungen, das Wichtigste aber ist, ich bin zu Hause.
Ob die Therapie erfolgreich ist, wird man erst nach einer gewissen Zeit feststellen können. Gerade in dieser schweren Zeit merke ich jeden Tag, dass jemand für mich da ist und mein Leben in der Hand hat, JESUS!
Wir, das heißt auch meine Kinder haben gelernt, diese Situation anzunehmen, es entsteht irgendwann einen Normalität. Ich kann auf die Ärzte vertrauen und ganz besonders auf Jesus, er weiß, wie es mir geht. Auch wenn wir so manches nicht verstehen, er gibt mir Kraft und richtet mich wieder auf, wenn ich ganz tief unten bin.

Mirko Pöschl

 

Donnerstag, 15.11.2012
Aktueller Kontostand: 46.374,33 EUR
Außerdem wurde uns von Frau Doss von der DKMS mitgeteilt, dass die erste Stammzellspende aus unserer Typisierungsaktion in Crottendorf erfolgreich war. Transplantiert wurde am 30.10.2012, an eine junge Frau aus der Nähe von Seattle, USA.

 

Mittwoch, 05.09.2012
Aktueller Kontostand: 46.075,69 EUR
Dem gegenüber stehen die Laborkosten in Höhe von 58.100,00 EUR.

Dienstag, 14.08.2012
Trailer zum Aktionstag “GEMEINSAM FÜR MIRKO UND ANDERE”

Dienstag, 14.08.2012
Rückblick auf den Aktionstag „GEMEINSAM FÜR MIRKO UND ANDERE“
Dieser Sonntagmorgen begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, schönem Wetter und schon vielen Gottesdienstbesuchern. Sehr ergreifend waren dann die Worte, die Mirko selbst zum Gottesdienst sprach. Für viele von uns wurde nach diesen Worten dieses Bluttröpfchen Zivilcourage zur Selbstverständlichkeit.

Über den Tag verteilt gab es ein fröhliches Zusammensein mit allem, was Crottendorf künstlerisch so zu bieten hat. Von den Posaunenbläsern, dem Familienzentrum, den Religionskindern, den Hutschachteln, nicht zuletzt noch Kandy Ficker und de Uhlig-Gack– alle gaben ein wunderbar gemischtes Programm zum Besten.

Das Fußballspiel der E-Jugendmannschaft, die Mirko bis dahin als Trainer begleitet, spielte gegen Neudorf ein vom Regen durchnässtes, aber super gespieltes 1:1.

Als ganz großer Programmpunkt geht das Spiel unserer 1. Männermannschaft gegen Erzgebirge Aue II in die Crottendorfer Geschichte ein. Mit 5:2 wurde ein super Ergebnis eingespielt. Und letztendlich gab unser Bürgermeister im Tor eine recht passable Figur ab…

Der Höhepunkt dieses Tages wurde der Spendenlauf. Ob Groß oder Klein, Zweibeiner oder Vierbeiner, jeder der Lust hatte, war für den guten Zweck unterwegs. Die Stimmung war riesig und keiner wollte auch nur einen Meter (bzw. einen Euro) verschenken. 122 Kinder und 156 Erwachsene legten dabei insgesamt 1838,6 km zurück.

Für reichlich zu Essen und Trinken sorgte der Erzgebirgszweigverein. Es wurden an diesem Tag 1200 Bratwürste, 25 kg Wiener Würstchen, 500 doppelte Semmeln, 300 Fischsemmeln, 14 Toastbrote, 680 Liter Bier, 27 Kästen alkoholfreie Getränke, für den guten Zweck von den ungefähr 3500 Besuchern verspachtelt. 300 Eis von Frau Fritzsch (Hofkäserei) und 230 Zuckerwatte von der Zuckerpuppe wurden an Süßguscheln verkauft. Unsere Kuchen- und Kaffeefrauen leisteten ebenfalls Großes: 46 Blechkuchen (420 Portionen), 600 Becher Kaffee und aus der Bäcker-Reserve geholte Kekse sorgten für eine schöne „Kaffeepause“.

Erwähnenswert ist noch die Tombola und das Glücksrad. Mit super Preisen von einheimischen Unternehmen und Händlern ausgestattet, war die Tombola schon in 1 ½ Stunden restlos ausverkauft. Danke auch hier den Sachspendern.

Eine jedoch wohl unglaubliche Leistung erbrachten unsere Blutnehmer, Schreiber und Kontrolleure zur Typisierung im Feuerwehrdepot. 1149 Menschen konnten sich typisieren lassen, um Leben zu retten. Dabei kamen die Blutspender aus allen Ecken des Erzgebirges und noch von weiter weg. Wir sagen DANKE! Hier gilt unser besonderer Dank Herrn Dipl.-Med. Oehme, der die Typisierung überwachte und schnell allen schwach gewordenen wieder auf die Beine half! Danke für die tolle Stimmung, die dort herrschte.

Noch letztlich sind die Spenden, die für diese Typisierung benötigt wurden, zu nennen. Dabei sind bis zum jetzigen Zeitpunkt 41.464,77 Euro eingegangenen.

Von der Idee bis zum eigentlichen Typisierungstermin blieben uns nur reichlich 2 Wochen Zeit, und keiner wusste, worauf wir uns wirklich einließen… Und nur durch das Miteinander aller, wurde der 15.07.2012 zu einem ganz besonderen Tag der Hilfe „für Mirko und andere“. Ob nun Blutnehmer, Würstchenbrater, Kuchenschneider, Flohmarktkinder, Fotographen, Ordner, Sportler u.s.w.- wir wollen allen danken für ihren gezeigten Einsatz. Jeden Einzelnen zu nennen, ist unmöglich, dafür waren einfach zu viele fleißige Helfer mit eingebunden.

 

„..man ist richtig stolz, ein Crottendorfer zu sein!“, diesen Satz hörte man am 15.Juli 2012

des Öfteren – DANKE ! VIELEN DANK!

Mittwoch, 18.07.2012
Hier der Ausschnitt aus dem MDR Sachsenspiegel. Ein Bericht unsererseits ist in Kürze verfügbar.

 

Freitag, 13.07.2012
Besonderes Highlight:  in der Halbzeitpause des Spiels SV B/W Crottendorf gegen FC Erzgebirge Aue 2 findet eine Versteigerung von Original Spielkleidung des Deutschen Fussballmeisters Borussia Dortmund statt. Außerdem wird ein Trikot von Chris Löwe versteigert. Der gebürtige Plauner schnürt seit letzter Saison seine Fussballschuhe für den BVB. Vorher war er in Diensten des Chemnitzer FC.

 

Donnerstag, 12.07.2012
Nach der 3. Sitzung des Vorbereitungskreises gestern Abend, können wir nachfolgenden Programmablauf bestätigen.

Vorab wichtige Hinweise:
– Jeder, der an der Typisierungsaktion teilnehmen möchte, bitte den Personalausweis mitbringen !
– Wir bitten alle, die mit dem Pkw zum Aktionstag kommen, den Hauptparkplatz Diska-Markt zu nutzen. Außerdem stehen Parkmöglichkeiten im Bereich Oberer Bahnhof / Ladestraße und Markt zur Verfügung. Die Glashüttenstraße ist an diesem Tag nur eingeschränkt befahrbar und es herrscht Parkverbot (ab 12.00 Uhr) !

Hier findet ihr einen Plan zu den Parkmöglichkeiten zum Download !

Programmablauf:

10.00 Uhr bis 11.00 Uhr – Ökumenischer Gottesdienst mit Chor und Bläser
11.00 Uhr bis 14.00 Uhr – Musikgruppen Familienzentrum Crottendorf, Bläser und Flötenkreise der Kirchgemeinden sowie Kinder aus dem Religionsunterricht der Grundschule
gegen 11.30 Uhr kommt Landrat Frank Vogel
12.30 Uhr – Fußballspiel E-Junioren
14.00 Uhr – Fußballspiel 1. Mannschaft vs. Erzgebirge AUE 2 mit Spielertrainer Skerdilaid Curri
14.00 Uhr – div. Kinderprogramm mit Bastelstraße, Kinderschminken, Torwandschießen uvm.
17.00 bis 18.00 Uhr – Spendenlauf “Laufen gegen Leukämie”
ab 18.00 Uhr – Livemusik mit Kandy John Kretzschmar

10.00 Uhr bis 16.00 Uhr Registrierung für die Typisierung im Feuerwehrdepot

– Autogrammstunde mit Rallyepilot Carsten Mohe
– Flohmarkt der Grundschule Crottendorfer
– für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt
– es erwarten euch weitere Überraschungen

So hoffen wir auf schönes Wetter und viele Besucher !

 

Dienstag, 03.07.2012
Am gestrigen Montag Abend fand im Mehrzweckgebäude Crottendorf die 2. Sitzung zur Vorbereitung des Aktionstages “Gemeinsam für Mirko und Andere” statt. Unter reger Teilnahme wurde der Ablaufplan konkretisiert und weitere Aufgaben verteilt. Trotz der großen Resonanz suchen wir noch Helfer für diesen Tag !

Vorläufiger Programmablauf:

10.00 Uhr bis 11.00 Uhr – Ökumenischer Gottesdienst mit Chor und Bläser
11.00 Uhr bis 14.00 Uhr – Musikgruppen Familienzentrum Crottendorf, Bläser und Flötenkreise der Kirchgemeinden sowie Kinder aus dem Religionsunterricht der Grundschule
12.30 Uhr – Fußballspiel E-Junioren
14.00 Uhr – Fußballspiel 1. Mannschaft vs. Erzgebirge AUE 2 mit Spielertrainer Skerdilaid Curri
14.00 Uhr – div. Kinderprogramm mit Bastelstraße, Kinderschminken, Torwandschießen uvm.
17.00 bis 18.00 Uhr – Spendenlauf “Laufen gegen Leukämie”
ab 18.00 Uhr – Livemusik mit Kandy John Kretzschmar

– Autogrammstunde mit Rallyepilot Carsten Mohe
– Flohmarkt der Grundschule Crottendorfer
– für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt
– es erwarten euch weitere Überraschungen

 

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